Biodiversität an Schulen und Kitas fördern | FAUN

Biodiversität an Schulen und Bildungseinrichtungen

Schulhöfe, Gärten und Außenanlagen von Bildungseinrichtungen sind nicht nur Aufenthalts- und Bewegungsräume. Naturnah gestaltet können sie zugleich Lebensräume für Pflanzen und Tiere, Orte der Naturerfahrung und dauerhaft nutzbare Lernräume sein.

Artenreiche Wiesen, heimische Gehölze, kleine Feuchtbereiche, offene Bodenstellen und weitere naturnahe Strukturen ermöglichen es Kindern und Jugendlichen, ökologische Zusammenhänge unmittelbar zu beobachten. Dabei sollte nicht die Ansammlung einzelner Nisthilfen oder kurzfristiger Aktionen im Mittelpunkt stehen, sondern die langfristige Entwicklung des gesamten Außengeländes.

FAUN unterstützt Schulen, Kindertagesstätten, Bildungsträger, Schulverwaltungen, Kommunen und soziale Einrichtungen bei der naturnahen Entwicklung ihrer Außenflächen – von der Bestandsaufnahme und Planung über die praktische Umsetzung bis zur pädagogischen Nutzung und Erfolgskontrolle.

Welches Potenzial bieten Schul- und Bildungsgelände? 

Viele Schulhöfe und Außenanlagen bestehen überwiegend aus versiegelten Flächen, intensiv gepflegtem Rasen oder einzelnen Pflanzbereichen. Gleichzeitig gibt es häufig Randflächen, Böschungen, Innenhöfe, ungenutzte Beete oder Gebäudebereiche, die ökologisch weiterentwickelt werden können.

Auch kleine Flächen können unterschiedliche Standortbedingungen und Lebensraumstrukturen bieten. Sonnenexponierte Bereiche, schattige Gehölzränder, Mauern, offene Böden und Regenwasserflächen ermöglichen die Entwicklung verschiedener Lebensräume auf engem Raum.

Besonders wertvoll ist die Verbindung von ökologischer Aufwertung und pädagogischer Nutzung. Veränderungen der Vegetation, jahreszeitliche Entwicklungen und das Auftreten verschiedener Tierarten können unmittelbar beobachtet und langfristig in den Unterricht oder andere Bildungsangebote eingebunden werden.

Welche Vorteile bietet ein naturnahes Außengelände?

Ein naturnah gestaltetes Außengelände verbindet ökologische, pädagogische und soziale Funktionen.

Lernen am konkreten Beispiel ermöglichen

Ökologische Zusammenhänge werden auf dem eigenen Gelände sichtbar und erfahrbar. Pflanzenwachstum, Bestäubung, Bodenentwicklung, Wasserkreisläufe und jahreszeitliche Veränderungen können regelmäßig beobachtet und dokumentiert werden.

Das Außengelände kann damit unterschiedliche Unterrichtsfächer und Bildungsangebote ergänzen. Die Natur wird nicht nur bei einzelnen Exkursionen besucht, sondern steht dauerhaft als Lernort zur Verfügung.

Naturerfahrung im Alltag fördern

Kinder und Jugendliche erhalten die Möglichkeit, Pflanzen und Tiere selbst zu entdecken und Entwicklungen über längere Zeiträume zu verfolgen. Dadurch kann ein unmittelbarer Bezug zur Natur im eigenen Lebensumfeld entstehen.

Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung verbinden

Bäume, Gehölze und abwechslungsreich gestaltete Grünflächen können das Außengelände gliedern und ruhige Aufenthalts- und Lernbereiche schaffen. Bäume spenden Schatten, während unversiegelte Böden und begrünte Flächen Niederschlagswasser aufnehmen und die sommerliche Aufheizung des Geländes mindern können.

Beteiligung ermöglichen

Schülerinnen und Schüler, pädagogische Fachkräfte, Eltern und weitere Beteiligte können in geeignete Planungs-, Gestaltungs- und Pflegeaufgaben einbezogen werden. Dadurch werden die Maßnahmen nachvollziehbar und das Außengelände kann als gemeinsames Projekt der Einrichtung entwickelt werden.

Grundlagen einer biodiversitätsfördernden Gestaltung

Vor der Planung neuer Elemente sollte zunächst geprüft werden, welche Vegetation, Tiere und Strukturen bereits vorhanden sind. Wertvolle Gehölze, Wiesenbereiche, Mauern oder Bodenstellen können ökologisch bedeutsamer sein als neu angelegte Einzelelemente.

Wichtige Grundlagen sind insbesondere:

  • die Erfassung des Ausgangszustands,
  • die Berücksichtigung der vorhandenen Vegetation und möglicher geschützter Arten,
  • die Festlegung konkreter ökologischer und pädagogischer Ziele,
  • die altersgerechte und sichere Gestaltung der Flächen,
  • die Berücksichtigung von Aufsicht, Barrierefreiheit und Fluchtwegen,
  • die Verwendung standortgerechter und möglichst heimischer Pflanzenarten,
  • die Klärung der langfristigen Pflege und Verantwortlichkeiten,
  • die Einbindung von Schulträger, Hausmeisterei, Lehrkräften und weiteren Beteiligten,
  • regelmäßige Erfolgskontrollen und eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung.

Nicht jede naturschutzfachlich denkbare Maßnahme eignet sich für jedes Bildungsgelände. Alter der Kinder, Flächennutzung, Aufsichtsmöglichkeiten und Sicherheitsanforderungen müssen von Beginn an berücksichtigt werden.

Bauliche, sicherheitstechnische und aufsichtsrechtliche Anforderungen sind durch den jeweiligen Schul- oder Einrichtungsträger und – soweit erforderlich – durch zuständige Fachplaner oder Unfallversicherungsträger zu prüfen. Die naturschutzfachliche Planung ersetzt keine sicherheitstechnische oder bauliche Prüfung.

Mögliche Maßnahmen auf Schul- und Bildungsgeländen

Artenreiche Wiesen und Säume entwickeln

Wenig genutzte Rasenflächen, Böschungen und Randbereiche können zu artenreichen Wiesen oder blütenreichen Säumen entwickelt werden. Je nach Ausgangszustand kommen eine veränderte Pflege, die Übertragung von Mahdgut geeigneter Spenderflächen oder eine Ansaat mit standortgerechtem, möglichst gebietseigenem Saatgut infrage.

Eine abschnittsweise Mahd erhält über längere Zeiträume Blüten, Samenstände und Rückzugsräume. Gemähte Randstreifen und Wege ermöglichen den Zugang und vermitteln ein bewusst gepflegtes Erscheinungsbild.

Heimische Gehölze und Bäume fördern

Heimische Sträucher und Bäume bieten Nahrung, Deckung und Fortpflanzungsstätten. Freiwachsende Hecken und strukturreiche Gehölzgruppen können zugleich Räume gliedern, Schatten spenden und Rückzugsbereiche schaffen.

Bei der Auswahl und Platzierung müssen Wuchsgröße, Sichtbeziehungen, Verkehrssicherheit, Zugänglichkeit und die spätere Pflege berücksichtigt werden.

Bei der Pflanzenauswahl müssen Alter und Verhalten der Kinder sowie die Zugänglichkeit der Flächen berücksichtigt werden. Pflanzen mit einem erhöhten Vergiftungs- oder Verletzungsrisiko sind insbesondere in unmittelbar zugänglichen Bereichen von Kindertagesstätten und Grundschulen kritisch zu prüfen. Maßgeblich sind die Gefährdungsbeurteilung des Trägers und die Hinweise der gesetzlichen Unfallversicherung.

Schulgärten anlegen und weiterentwickeln

Schulgärten ermöglichen den Anbau von Gemüse, Kräutern, Kulturpflanzen und heimischen Wildpflanzen. Kompostierung, Bodenpflege, Fruchtfolge und natürliche Entwicklungsprozesse können unmittelbar erlebt werden.

Ein Schulgarten sollte so geplant werden, dass Bewässerung, Ferienzeiten und langfristige Pflege bewältigt werden können. Kleinere, dauerhaft betreubare Bereiche sind häufig sinnvoller als groß angelegte Flächen ohne gesicherte Zuständigkeit.

Kleine Gewässer und Feuchtbereiche entwickeln

Kleingewässer und wechselfeuchte Bereiche können die Beobachtung wassergebundener Pflanzen und Tiere ermöglichen. Ob ein dauerhaft wasserführendes Gewässer auf dem jeweiligen Gelände geeignet ist, muss jedoch sorgfältig geprüft werden.

Wassertiefe, Ufergestaltung, Zugänglichkeit, Aufsicht und erforderliche Sicherungsmaßnahmen sind mit dem Schul- oder Einrichtungsträger abzustimmen. Bei Kindertagesstätten und von jüngeren Kindern genutzten Bereichen müssen die einschlägigen Vorgaben der gesetzlichen Unfallversicherung besonders berücksichtigt werden. Gegebenenfalls sind nur nicht dauerhaft wasserführende Mulden oder andere gesicherte Lösungen geeignet.

Regenwasser erlebbar machen

Regenwasser kann über offene Rinnen, Mulden oder Regengärten auf dem Gelände zurückgehalten und sichtbar geführt werden. So lassen sich Wasserkreislauf, Versickerung und Verdunstung direkt beobachten.

Die Planung muss sicherstellen, dass Gebäude, Wege und intensiv genutzte Bereiche nicht beeinträchtigt werden und nach Niederschlägen keine ungeeigneten Gefahrenstellen entstehen.

Flächen entsiegeln und begrünen

Nicht mehr benötigte Asphalt-, Beton- oder Pflasterflächen können gegebenenfalls vollständig oder teilweise entsiegelt werden. Dadurch kann Niederschlagswasser wieder versickern und es entstehen neue Standorte für Pflanzen.

Entsiegelungen können mit Bewegungs-, Aufenthalts- und Lernbereichen kombiniert werden. Tragfähigkeit, Barrierefreiheit und sichere Begehbarkeit müssen dabei berücksichtigt werden.

Kleinstrukturen integrieren

Lesesteinhaufen, Trockenmauern, Sandflächen, offene Bodenstellen und Totholz können zahlreichen Tierarten Nist-, Versteck-, Sonnen- und Überwinterungsplätze bieten. Gleichzeitig ermöglichen sie vielfältige Naturbeobachtungen.

Die Strukturen müssen stabil, sicher und ihrem Standort entsprechend angelegt werden. Je nach Altersgruppe können eine Abgrenzung oder klare Regeln für die Nutzung erforderlich sein.

Nisthilfen fachgerecht einsetzen

Nistkästen für Vögel und Fledermäuse sowie geeignete Nisthilfen für Wildbienen können das Gelände ergänzen. Ihre Auswahl sollte sich an den Standortbedingungen und den tatsächlich vorkommenden oder zu erwartenden Arten orientieren.

Nisthilfen benötigen geeignete Nahrungsräume und eine dauerhafte Betreuung. Sie sollten nicht als Ersatz für naturnahe Vegetation, alte Bäume, offene Böden und andere natürliche Lebensraumstrukturen verstanden werden.

Gebäude begrünen

Geeignete Dächer und Fassaden können zusätzliche Vegetationsflächen bieten. Dach- und Fassadenbegrünungen können Niederschlagswasser zurückhalten, die sommerliche Aufheizung von Gebäudeflächen mindern und neue Lebensräume schaffen.

Vor einer Umsetzung müssen bauliche Voraussetzungen, Pflege, Bewässerung und sichere Zugänglichkeit geprüft werden.

Vogelschlag an Glasflächen vermeiden

Transparente Verbindungsgänge, große Fensterfronten und spiegelnde Scheiben können für Vögel zur Gefahr werden. Fachgerecht ausgewählte und ausreichend dicht angebrachte Markierungen können das Kollisionsrisiko reduzieren.

Das Thema lässt sich zugleich für Beobachtungen, Projektarbeiten und die Auseinandersetzung mit menschengemachten Gefahren für Tiere nutzen.

Beleuchtung naturverträglich gestalten

Künstliches Licht kann nachtaktive Tiere beeinträchtigen. Beleuchtungsdauer, Lichtintensität, Lichtfarbe und Abstrahlungsrichtung sollten deshalb auf das für Sicherheit und Nutzung erforderliche Maß begrenzt werden.

Zeitsteuerungen, Bewegungsmelder und gezielt ausgerichtete Leuchten können dabei helfen, betriebliche Anforderungen und Artenschutz miteinander zu verbinden.

Das Außengelände als dauerhaften Lernort nutzen

Ein naturnahes Außengelände kann regelmäßig in Unterricht, Projektarbeit und Umweltbildung eingebunden werden. Möglich sind beispielsweise die Beobachtung von Blühzeiten, die Dokumentation der Vegetationsentwicklung, Bodenuntersuchungen, die Erfassung ausgewählter Tiergruppen oder die Untersuchung des Wasserhaushalts.

Fotopunkte, Beobachtungsflächen und einfache wiederholbare Erfassungsmethoden ermöglichen es, Veränderungen über Monate und Jahre zu verfolgen. Dadurch können Schülerinnen und Schüler nicht nur Einzelbeobachtungen sammeln, sondern ökologische Entwicklungen nachvollziehen.

Auch Führungen, Projekttage oder thematische Stationen können das Gelände erschließen. Die pädagogische Nutzung sollte dabei zu den vorhandenen Flächen passen und dauerhaft umsetzbar sein.

Beteiligung und langfristige Pflege

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen kann die Identifikation mit dem Gelände fördern. Je nach Alter können sie bei der Ideensammlung, bei Pflanzaktionen, beim Bau kleiner Strukturen, bei der Pflege oder beim Monitoring mitwirken.

Die dauerhafte Verantwortung darf jedoch nicht allein bei einzelnen Schulklassen oder engagierten Lehrkräften liegen. Ferienzeiten, Personalwechsel und begrenzte zeitliche Kapazitäten müssen bereits bei der Planung berücksichtigt werden.

Pflegeaufgaben und Zuständigkeiten sollten deshalb zwischen Bildungseinrichtung, Schulträger, Hausmeisterei, Bauhof, externen Dienstleistern und weiteren Beteiligten eindeutig abgestimmt werden.

Bestehende Außengelände ökologisch weiterentwickeln

Auch bereits gestaltete Schulhöfe und Außenanlagen können schrittweise aufgewertet werden. Häufig sind keine vollständige Neugestaltung und keine großflächigen Baumaßnahmen erforderlich.

Eine veränderte Mahd, die Entwicklung einzelner Randbereiche, die Ergänzung heimischer Gehölze oder die Anlage kleiner Beobachtungsflächen können einen sinnvollen Einstieg bilden. Erfolgreiche Maßnahmen lassen sich später erweitern.

Vorhandene Spiel-, Sport- und Aufenthaltsbereiche bleiben dabei erhalten. Ziel ist ein abwechslungsreiches Gelände, in dem intensive Nutzung und naturnahe Entwicklung räumlich sinnvoll miteinander verbunden werden.

Monitoring und Erfolgskontrolle

Regelmäßige Kontrollen zeigen, ob sich die Flächen wie geplant entwickeln und ob Pflege oder Nutzung angepasst werden müssen.

Je nach Zielsetzung können Vegetationsaufnahmen, Fotopunkte, wiederholte Begehungen oder die Erfassung ausgewählter Tiergruppen eingesetzt werden. Ein Teil dieser Beobachtungen kann gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen durchgeführt und pädagogisch genutzt werden.

Gleichzeitig sollten unerwünschte Entwicklungen wie die Ausbreitung invasiver Pflanzenarten, eine zunehmende Vergrasung oder Schäden an angelegten Strukturen frühzeitig erkannt werden.

Ablauf der Biodiversitätsberatung

1. Erstgespräch

In einem ersten Gespräch klären wir die Ausgangssituation, die beteiligten Altersgruppen, die pädagogischen Ziele und die bisherige Nutzung und Pflege des Geländes.

2. Flächenbegehung und Bestandsaufnahme

Das Außengelände wird gemeinsam betrachtet. Dabei erfassen wir vorhandene Vegetations- und Habitatstrukturen, Nutzungsbereiche, Standortbedingungen und erkennbare Entwicklungsmöglichkeiten.

3. Entwicklung geeigneter Maßnahmen

Auf Grundlage der Bestandsaufnahme entwickeln wir konkrete, standortgerechte Maßnahmen und Pflegeempfehlungen. Pädagogische Nutzung, Sicherheit, Barrierefreiheit und langfristige Betreuung werden dabei berücksichtigt.

4. Beteiligung und praktische Umsetzung

Je nach Projekt können Schülerinnen und Schüler, pädagogische Fachkräfte und weitere Beteiligte in geeignete Arbeitsschritte einbezogen werden. FAUN übernimmt Maßnahmen selbst oder arbeitet mit geeigneten Partnern zusammen.

5. Pädagogische Nutzung und Monitoring

Die Entwicklung kann durch Beobachtungen, Projekttage, Fotopunkte oder wiederholte Erfassungen begleitet und in Bildungsangebote eingebunden werden.

Häufige Fragen (FAQ) zur  Biodiversitätsberatung für Bildungseinrichtungen

Welche Flächen eignen sich für eine ökologische Aufwertung?

Geeignet sind beispielsweise wenig genutzte Rasenflächen, Böschungen, Innenhöfe, Randbereiche, Pflanzbeete und Außenanlagen an Gebäuden. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von der Nutzung, den Altersgruppen und den Standortbedingungen ab.

Wird für ein naturnahes Gelände viel Platz benötigt?

Nein. Auch kleine Teilflächen können für Naturbeobachtung und Umweltbildung genutzt werden. Entscheidend sind die geeignete Auswahl der Maßnahmen und die Verbindung unterschiedlicher Strukturen.

Muss das gesamte Schulgelände umgestaltet werden?

Nein. Die Entwicklung kann auf ausgewählten Teilflächen beginnen. Dadurch lassen sich Erfahrungen mit Nutzung, Pflege und pädagogischer Einbindung sammeln, bevor weitere Bereiche einbezogen werden.

Wie wird die Sicherheit der Kinder berücksichtigt?

Sicherheit, Aufsicht, Fluchtwege und Barrierefreiheit werden bei der naturschutzfachlichen Planung mitgedacht. Die erforderliche sicherheitstechnische und bauliche Prüfung sowie die Freigabe der Maßnahmen liegen beim jeweiligen Schul- oder Einrichtungsträger und den dafür zuständigen Stellen.

Welche Pflanzen eignen sich für Bildungsgelände?

Die Auswahl richtet sich nach Standort, Nutzung und Altersgruppe. Bevorzugt werden standortgerechte und möglichst heimische Arten. Bei unmittelbar zugänglichen Flächen müssen mögliche Vergiftungs- und Verletzungsrisiken im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung des Trägers berücksichtigt werden.

Was geschieht mit den Flächen während der Ferien?

Pflege, Bewässerung und Betreuung während der Ferien sollten bereits vor der Anlage geklärt werden. Maßnahmen werden so geplant, dass sie mit den dauerhaft verfügbaren Kapazitäten betreut werden können.

Können Kinder und Jugendliche bei der Umsetzung mitwirken?

Ja. Je nach Alter können sie beispielsweise bei Pflanzungen, der Anlage kleiner Strukturen, der Pflege oder bei Beobachtungen mitwirken. Die Arbeiten müssen angeleitet, altersgerecht ausgewählt und sicher durchgeführt werden.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Je nach Einrichtung, Trägerschaft und geplanter Maßnahme können unterschiedliche Förderprogramme für Bildung, Klimaanpassung, Entsiegelung oder naturnahe Flächengestaltung infrage kommen. Fördermöglichkeiten sollten vor Beginn des Projekts geprüft werden.

Begleitet FAUN auch Projekttage und Umweltbildungsangebote?

Ja. Maßnahmen auf dem Außengelände können mit altersgerechten Projekttagen, Naturbeobachtungen und weiteren Angeboten der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verbunden werden.

Begleitet FAUN auch die praktische Umsetzung?

Je nach Projekt übernehmen wir die Maßnahmen selbst oder arbeiten mit geeigneten Partnern zusammen. Kinder, Jugendliche und pädagogische Fachkräfte können in geeignete Arbeitsschritte einbezogen werden.

Gemeinsam mit FAUN Biodiversität an Schulen und Bildungseinrichtungen fördern

Schul- und Bildungsgelände bieten vielfältige Möglichkeiten, die biologische Vielfalt zu fördern und gleichzeitig Naturerleben, Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung miteinander zu verbinden. Entscheidend sind standortgerechte Maßnahmen, die ökologische Ziele mit den Anforderungen des Schul- und Bildungsalltags verbinden.

FAUN unterstützt Schulen, Kindertagesstätten, Bildungsträger, Schulverwaltungen, Kommunen und soziale Einrichtungen bei der ökologischen Entwicklung ihrer Außenanlagen – von der Bestandsaufnahme über die Planung geeigneter Maßnahmen bis hin zur Umsetzung, Pflege sowie zum Monitoring und zur Erfolgskontrolle.

Unser Anspruch ist es, Konzepte zu entwickeln, die Biodiversitätsförderung und Bildung sinnvoll miteinander verbinden. So entstehen naturnahe Lern- und Erfahrungsräume, die langfristig für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung genutzt werden können.

Von der ersten Flächenanalyse bis zur langfristigen Entwicklung begleiten wir Ihr Vorhaben zuverlässig und praxisnah.

Sie möchten die ökologisch aufgewerteten Flächen auch dauerhaft in Ihre Bildungsarbeit einbinden? 

Ergänzend zur Flächenentwicklung bieten wir individuelle Bildungsangebote rund um Natur, Biodiversität und nachhaltige Entwicklung an.   Zu unseren Bildungsangeboten

Möchten Sie die Biodiversität auf Ihrem Schul- oder Bildungsgelände nachhaltig fördern?

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir analysieren Ihre Flächen, entwickeln standortgerechte Maßnahmen und unterstützen Sie bei der langfristigen ökologischen Entwicklung Ihres Schul- oder Bildungsgeländes.

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